OK54 Bürgerrundfunk Trier
 

Pressenachlese

Der Trierische Volkfreund (Jörg Pistorius) schrieb am Freitag, 25. Januar 2008:

Funkstille beim Tanz der Narren

Warum der Trierer Rosenmontagszug dieses Mal nicht im Offenen Kanal laufen wird

Der Offene Kanal wird den Trierer Rosenmontagszug nicht übertragen. Die Moderation 2007 hatte die Arbeitsgemeinschaft Trierer Karneval (ATK) derart verärgert, dass sie dieses Mal selbst für Moderator und Kommentar sorgen wollte. Doch das lokale Fernsehen will sich die Worte zu den bewegten Bildern nicht diktieren lassen.

Von unserem Redakteur Jörg Pistorius

Trier. "Wir werden auf ein Engagement von OK54 Bürgerrundfunk beim Rosenmontagszug in Trier verzichten und haben alle Sendetermine bereits gestrichen." Otto Scholer, Vorsitzender des "Offener Kanal Trier e.V.", findet deutliche Worte. "Da die ATK offenbar kein gesteigertes Interesse an einer Berichterstattung im lokalen Fernsehen hat, werden wir alle Karnevals-Aktivitäten in unserem Programm grundsätzlich überdenken." Der Ursprung des Streits liegt ein Jahr zurück. Die Übertragung des Rosenmontagszugs 2007 wurde von Christian Jöricke und Jimi Berlin kommentiert, und deren Worte trafen offenbar weder den Geschmack der ATK noch den des Offenen Kanals.

Umzug 2007 durch den Kakao gezogen

Scholer formuliert noch moderat: "Diese Moderation war einfach nicht gut. Den Humor hat nicht jeder verstanden, und in manchen Fällen waren die beiden Moderatoren auch einfach nicht gut informiert und vorbereitet. Wir würden es so nicht noch einmal machen." ATK-Zugleiter Stefan Feltes sagt dazu nur: "Das war absolut diffamierend und völlig daneben. Viele Teilnehmer und auch Zuschauer waren absolut empört, dass der Umzug derart plattgemacht und verspottet worden ist." Der um Wiedergutmachung bemühte Offene Kanal bot der ATK an, in diesem Jahr eine "erfahrene Trierer Karnevalistin" als Kommentatorin einzusetzen. Wer genau die Dame ist, will Otto Scholer nicht verraten, und es spielt auch keine Rolle mehr. Denn die ATK lehnte dieses Angebot ab. "Wir wollen dieses Risiko nicht eingehen", sagt Feltes im Gespräch mit dem TV. "Auch uns hat niemand verraten, wer die Dame ist, und unsere Teilnehmer wollen eine Sicherheit, dass sie nicht wie 2007 durch den Kakao gezogen werden." Die ATK wollte ihre eigenen, vor der Hauptmarkt-Tribüne postierten Moderatoren, darunter Präsident Peter Pries, in die Übertragung einspeisen lassen. Doch dabei will wiederum Otto Scholer nicht mitspielen. "Das ist nicht diskutabel. Wir lassen uns nicht vorschreiben, wer unsere Sendung moderiert. Für uns ist die Sache gestorben." Wieso hat der Offene Kanal 2007 eine Moderation ausgestrahlt, die er heute selbst als misslungen empfindet? Scholer: "Wir haben diese Moderation nicht überprüft. Es musste schließlich schnell gehen. Das ging direkt so über den Sender, wie es gesagt wurde, es gab keine Nachbearbeitung." Noch steht nicht fest, ob es jemals wieder eine Übertragung des Zuges im Offenen Kanal geben wird.


Der Trierische Volkfreund schrieb am Samstag, 14. April 2007:

Flimmernde Zusammenarbeit

Programmaustausch zwischen den Offenen Kanälen in Trier und Luxemburg

TRIER/LUXEMBURG. (red) Zwischen dem Bürgerrundfunksender Offener Kanal Trier (OK) und dem Luxemburger Fernsehsender "den oppene Kanal" (dok) findet ab sofort ein Programmaustausch statt. Vorgesehen ist, dass Fernsehsendungen aus den Bereichen Politik, Sport, Kultur und Gesellschaft fortlaufend zwischen den beiden Sendern ausgestauscht werden.

Dieses neue deutsch-luxemburgische Fernsehprojekt wird zu dem jeweils bestehenden Lokalprogramm neue Sendungen mit interregionalen Inhalten für die Zuschauer in der Grenzregion bieten. "Bei unseren Zuschauern besteht ein klares Interesse an dem kulturellen Leben in unserer Grenzregion, insbesondere zu Luxemburg", sagt Otto Scholer, Vorsitzender des Offenen Kanals Trier e. V., sicher. Zentrales Ziel des Projektes ist es daher, Politik, Sport, Kultur und gesellschaftliche Ereignisse für alle Zuschauer in der Region transparenter zu machen und länderübergreifend zu informieren. Die Sprache wird dabei nach Meinung der Verantwortlichen ein geringes Problem sein. Die Sendungen von ".dok" werden in luxemburgischer Landessprache sein und seien daher für die Zuschauer in der Grenzregion Trier verständlich. Auch Maurice Molitor vom Offenen Kanal Luxemburg zeigt sich erfreut über das neue Kooperationsabkommen: "Ausgewählte Sendungen aus dem Programm des OK Trier werden zukünftig über dok in mehr als 100 000 Kabelhaushalten in Luxemburg zu sehen sein. "Die maximale technische Reichweite beider Sender wird über 140 000 Haushalte erfassen. Zum Start dieser Kooperation hat der OK Trier einen eigenen Themenabend geplant, der am Samstag, 21. April und Sonntag, 22. April jeweils von 19 bis 22 Uhr stattfinden soll. An diesem Themenabend wird ein Querschnitt ausgewählter Sendungen aus dem Programm von dok im Programm des OK Trier zu sehen sein. Auch in Luxemburg werden in den nächsten Tagen die ersten Sendungen aus Trier bereits ausgestrahlt. So ist mit der Ausstrahlung der Heimspiele der Trierer Basketball-Bundesliga-Mannschaft aus der Arena Trier die Kooperation bereits gestartet.

Mehr Informationenunter www.oktrier.de und www.dok.lu


Der Trierische Volkfreund schrieb am Dienstag, 27. Februar 2007:

Mehr lokale Informationen

TRIER/BITBURG. (red) Das Fernsehprogramm der Offenen Kanäle in Trier und Bitburg wird ab dem 1. März auf einem gemeinsamen Kanal im Kabelnetz Trier ausgestrahlt.

Damit ändert sich für die Zuschauer in Bitburg das Programmangebot ganz erheblich: Statt bisher wöchentlich sechs Stunden lokale Sendungen werden in Zukunft 126 Stunden Programm mit täglich weit über 100 unterschiedlichen Fernsehbeiträgen aus der Region zu sehen sein. Der Offene Kanal Bitburg stellt zukünftig ein Programmfenster mit jeweils 90 Minuten lokalen Inhalten aus der Eifelstadt zusammen, das dreimal in der Woche ausgestrahlt wird. Jeden Donnerstag um 19.30 Uhr startet das neue Sendefenster des Offenen Kanals Bitburg.

Dieses lokale Programmfenster wird am darauf folgenden Samstag von 13 bis 14.30 Uhr und dienstags von 10 bis 11.30 Uhr wiederholt. Der gemeinsame Kanal im Kabelnetz von Trier und Bitburg bringt für die Zuschauer ein Plus an lokalen Informationen. Sendungen aus den Bereichen der örtlichen Kultur, Politik oder Sport sind zweifellos auch auf regionaler Ebene interessante Programminhalte. So erwartet die Kabelkunden in Bitburg zum Beispiel die regelmäßige übertragung aller Bundesliga-Spiele (Damen-Handball und Basketball) aus der Arena Trier auf dem heimischen Fernseher, und Sendungen wie "Hallo Bitburg" werden im gesamten Kabelnetz zu sehen sein. Aber nicht nur ein größerer Programmumfang, sondern auch eine erheblich bessere technische Qualität des Sendebildes für die Zuschauer in Bitburg wird erreicht. Mehr Informationen unter www.oktrier.de und www.ok-bitburg.de


Der Trierische Volkfreund (Roland Grün) schrieb am Freitag, 9. Februar 2007:

Bürgerfernsehen jetzt auch im TV

Von unserem Redakteur
ROLAND GRüN

TRIER. Seit 1989 ist der Offene Kanal Trier auf Sendung. Das Bürgerfernsehen an der Mosel arbeitet heute mit modernster Technik und nutzt die Gelegenheit, die Zuschauer auch über andere Wege als das Fernsehen zu erreichen. Nun sind ausgewählte Beiträge auch auf volksfreund.de, dem Internet-Portal des Trierischen Volksfreunds zu sehen.


Professionell produzieren: Den Vergleich mit anderen braucht der Offene Kanal Trier nicht zu scheuen, denn die Bürgerfunker arbeiten auf hohem Niveau. Nun sind die Beiträge auch auf volksfreund.de zu sehen.
Unprofessionelles Ruckelfernsehen für zwei Stunden am Tag - das war gestern. Der Offene Kanal Trier (OKT), das von der Landesmedienanstalt geförderte Bürgerfernsehen in der Moselstadt arbeitet heute auf einem Niveau, das den Vergleich keineswegs scheuen muss. Auch dank modernster Technik werden die Zuschauer rund um die Uhr mit professionellem Programm bedient. Im eigenen Studio in der Arena Trier produziert der OKT eigene Sendungen.

Daneben greifen aber nach wie vor viele ambitionierte Bürger zur Kamera, auch wenn deren Beiträge heute nicht mehr zu hundert Prozent das Spektrum abdecken. Denn auch mit jungen Menschen, die ihr Praktikum, das Freiwillige soziale Jahr oder gar eine Ausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton beim OKT absolvieren, produzieren Beiträge für den Sender, der derzeit nur im Kabelfernsehen zu empfangen ist.

Weil über Kabel nur eine begrenzte Menge an Zuschauern erreicht wird, streckt der OKT die Fühler nach Kooperationspartnern aus. "Wir wollen die Inhalte noch einem wesentlich breiteren Kreis von Zuschauern zugänglich machen", sagt Otto Scholer, Koordinator im Offenen Kanal und zudem Vorsitzender des gemeinnützigen Trägervereins für den Offenen Kanal.

So war auch die Zusammenarbeit mit volksfreund.de, dem Internet-Portal des Trierischen Volksfreunds naheliegend für ihn. Im Laufe der Zeit werden rund 70 hochwertige Beiträge aus dem Trierer Bürgerfernsehen auf der Online-Plattform zu sehen sein. "Für uns ist es eine interessante Ergänzung, mit Partnern wie volksfreund.de zu kooperieren, die den entsprechenden Hintergrund haben, sowohl was das Standing als auch die Frequentierung betrifft", sagt Scholer.

"Wir bieten dem Offenen Kanal gerne diese Plattform", sagt Alexander Houben, Chef vom Dienst in der Volksfreund-Redaktion und zuständig für das Online-Portal. "Die Qualität, die der OK liefert, entspricht unseren Ansprüchen und ist so die ideale Kooperation für beide Seiten", sagt Houben und fügt hinzu: "Der OK macht ja schon seit Jahren das, was heute neudeutsch "User generated content" heißt."

Die 180 bis 190 besten Beiträge in der Schleife

18 Stunden bewegte Bilder bekommt der Zuschauer täglich zu sehen. Eingestreut werden insgesamt sechs Stunden vom so genannten "Trier Info Text" mit Informationen zum Kinoprogramm, zu Theater und mit aktuellen Nachrichten. "Zwischen 19 und 3 Uhr wollen wir ausschließlich bewegtes Fernsehen zeigen", sagt Scholer.

Den Großteil des Programms bestimmt ein so genannter "Rotationspool", in dem die besten Beiträge aus dem OK gezeigt werden. 180 bis 190 Filme befinden sich in der Rotation und Scholer ist sich sicher, dass ein Zuschauer "nicht sehr häufig den selben Beitrag zu sehen bekommt". Außerdem gibt es von montags bis freitags zwischen 19 und 22 Uhr "gebuchtes Sendeprogramm", das heißt, in diesem Zeitraum werden von Bürgern produzierte Beiträge gezeigt."

Bestand früher die Aufgabe des Offenen Kanals hauptsächlich darin, lokale und regionale Informationen zu zeigen, so nimmt der Bereich Bildung eine immer wichtigere Position ein. Ob Praktikum oder Seminare, wer in Sachen Fernsehen dazulernen möchte, ist beim OKT richtig. Zum 1. August ist übrigens die Ausbildungsstelle zum Mediengestalter neu ausgeschrieben. Eine Ausbildung durchaus mit Perspektive. "Einer unserer Azubis aus jüngster Zeit arbeitet beispielsweise jetzt als Kameramann beim Hessischen Rundfunk", sagt Scholer.

Der Offene Kanal befindet sich in Trägerschaft eines gemeinnützigen Vereins mit etwa 80 Mitgliedern. "Ohne diese Ehrenamtlichen würde hier nicht viel laufen", betont Scholer und weist so auch auf die Wurzeln des Offenen Kanals hin.

Die Videos vom Offenen Kanal finden sie auf volksfreund.de unter: www.volksfreund.de/ok

Der Offene Kanal selbst ist im Internet unter der Adresse www.oktrier.de zu finden. Dort gibt es auch weitere Informationen zu Sendungen und Ausbildungsstellen.


Die Rathaus-Zeitung schreib am Dienstag, 4. Juli 2006:

Konkurrenz schafft Qualität im Bürger-TV

Blick hinter die Kulissen des Offenen Kanals


"Und Schnitt": Katharina van Kann (li.) und Nina Conzen bearbeiten im Produkitonsraum einen Beitrag für das Magazin "Rundum".
Fernsehen funktioniert eigentlich ganz einfach: Eine digitale Videokamera, ein Mikrofon und eine gute Software - viel mehr Technik braucht ein Redakteur nicht, um einen professionellen Magazinbeitrag zu produzieren. Mario Rembold, Mitarbeiter beim lokalen Nachrichtenmagazin "Rundum" des Offenen Kanals Trier, legt letzte Hand an einen Bericht über den OB-Wahlkampf. Sein Blick wandert zwischen zwei Computerbildschirmen, einem kleinen Videomonitor und der Tonanzeige hin und her. Von 20 Minuten Filmmaterial sind nach dem Schnitt noch fünf Minuten für die Endfassung übriggeblieben. Zuvor hat Rembold im Tonstudio des Offenen Kanals (OK) einen Text eingesprochen, den er nun zwischen den O-Tönen aus den Interviews einbaut. Schnitt und Ton, aber auch Texteinblendungen, digitale Effekte und Musik kann er am Computer kontrollieren und bearbeiten.

Lokaljournalistische Formate wie "Rundum" sind nur ein kleiner Teil der Programmvielfalt im Trierer Bürgerfernsehen. Insgesamt rund 800 neue Sendungen wurden 2005 ausgestrahlt. Die Bandbreite ist beeindruckend und reicht von kurzen Features bis zu ambitionierten Dokumen- tar- und Heimatfilmen wie "Unser Biewer" oder "Die Mosel von der Quelle bis zur Mündung". Aber auch Musikvideos, kurze Spielfilme und ungekürzte übertragungen von Konzerten oder Sportereignissen sind zu sehen. "Der Offene Kanal ist ein hervorragendes Instrument für Vereine und Institutionen, sich der öffentlichkeit zu präsentieren", betont Otto Scholer, hauptamtlicher Koordinator des Bürgerfernsehens.

Studie sieht OK Trier vorn

Grundsätzlich hat jeder eingereichte Beitrag Anspruch auf einen Sendeplatz. Dennoch setzen Scholer und seine ehrenamtlichen Kollegen vom Vorstand des Trägervereins auf Qualität: "Nur gut produzierte Filme schaffen den Sprung in einen Pool von Sendungen, die in einer vom Computer gesteuerten Rotation häufig wiederholt werden", erklärt der Koordinator. "So entsteht ein gesunder Wettbewerb unter unseren Produzenten." Die Strategie zahlt sich aus: Mit ihrer sozialkritischen Dokumentation "Obdachlos" gewann Regisseurin Gi Reiff den Landesförderpreis für Offene Kanäle, Rieke Bruning erhielt für "Har(t)ze Zeiten" den vierten Preis. In einer aktuellen Studie der Landesmedienanstalt schnitt der OK Trier unter allen 28 Bürgersendern in Rheinland-Pfalz am besten ab. Bewertet wurden unter anderem der Anteil lokaler Produktionen und der Service für die Bürger, die einen Film produzieren wollen und sich dafür Kamera und Mikro beim OK ausleihen können. Denn: Neben dem lokalen Kommunikationsauftrag haben die Offenen Kanäle laut Landesmediengesetz auch einen Bildungsauftrag. Das Angebot reicht von Merkblättern zur Interviewtechnik und Kamerahandhabung über Projekttage für Schulklassen bis zu technischen, journalistischen und dramaturgischen Seminaren. Darüber hinaus bietet der OK einen Ausbildungsplatz zum Mediengestalter. Praktikanten verstärken für jeweils drei Monate die "Rundum"-Redaktion.

Tonstudio Marke Eigenbau

"Lokales" und "Bildung" sind die beiden Säulen des Offenen Kanals - nicht nur symbolisch, sondern auch für jeden sofort sichtbar, der das Studio in der Arena Trier betritt. Hier werden unter anderem der Veranstaltungskalender "Pinnwand", das christliche Magazin "Eckpunkte" und die Sendung "Fragen an den OB" aufgezeichnet. Mit viel Improvisation werden die Kulissen zu verschiedenen Anlässen völlig neu gestaltet. "Um optische Effekte zu erzielen, wurden schon Tischdecken und Butterbrotpapier zweckentfremdet", schmunzelt Otto Scholer. "Auch unser kleines Tonstudio haben wir selbst zusammengebastelt." Nebenan befindet sich der Regieraum, mit dem auch die übertragungen auf den Videowänden in der Arena gesteuert werden. In drei Produktionsräumen entstehen aus dem Video-Rohmaterial die fertigen Beiträge - wie Mario Rembolds Bericht zum OB-Wahlkampf.

Sendegebiet: Der OK Trier ist nur über das Kabelnetz zu empfangen und hat eine Reichweite von rund 40.000 Haushalten.
Finanzen: Der OK finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Zuschüssen aus öffentlichen Haushalten, insbesondere der Landesmedienanstalt. Größter lokaler Geldgeber ist die Stadt Trier.
Kontakt: Offener Kanal Trier e.V., Postfach 3008, 54220 Trier, Telefon 0651/976-2951, E-Mail: kontakt@oktrier.de, Website: www.oktrier.de.


Der Trierische Volkfreund schrieb am Montag, 15. Mai 2006:

Preise für offenen Kanal

LUDWIGSHAFEN. (red) Die Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz hat als Höhepunkt des "Tages der offenen Kanäle" für Rheinland-Pfalz die Förderpreise für besonders auszeichnungswürdige Beiträge in Offenen Kanälen 2005 in der "Alten Lokhalle" in Mainz verliehen.

Prämiert wurden dabei Fernsehbeiträge aus den Offenen Kanälen (OK) in Rheinland-Pfalz. Mit insgesamt 32 Beiträgen haben sich Produzenten und Produzententeams aus dem ganzen Land am Förderpreis "Arbeit ist das halbe Leben" beteiligt. Den ersten Preis erhielt Gi Reiff (Offener Kanal Trier) für den Beitrag "Obdachlos". Dieses Portrait eines Obdachlosen in Trier sei eine beeindruckende Dokumentation darüber, dass das Leben ohne Arbeit nicht einmal mehr als halbes Leben gelten könne. Der Beitrag gewinne durch die Zurückhaltung der Autorin. Der Portraitierte stehe im Mittelpunkt.

Ein weiterer Preis ging ebenfalls nach Trier. Rieke Bruning erhielt den vierten Preis für die Reportage "Hart(z)e Zeiten - der Ein-Euro-Job". Der Beitrag entstand im Rahmen der monatlichen Sendung "Eckpunkte" und wurde kurze Zeit [nach] der Einführung der Ein-Euro-Jobs im Zuge der Hartz IV-Reformen produziert. Vorgestellt werden zwei Ein-Euro-Jobber, wobei es der Macherin gelingt, die Fakten dieser Neuerung für Arbeitslose darzustellen und mit den subjektiven Empfindungen der beiden Betroffenen zu konfrontieren. Das Resultat sei ein prägnanter Film, der den Zuschauer ohne Schnörkel informiere, begründet die Jury die Preisvergabe.


Der Wochenspiegel schrieb am Mittwoch, 20. April 2005:

Tag des offenen Kanals - Preise für Trier

20.04.2005 - Als Höhepunkt des "Tags der Offenen Kanäle" hat die Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz am vergangenen Samstag im Tagungszentrum der IHK Förderpreise im Gesamtwert von 5000 Euro verliehen. Von landesweit acht prämierten Sendungen stammten allein vier Beiträge aus dem Offenen Kanal Trier. Oberbürgermeister Helmut Schröer würdigte in seiner Begrüßungsansprache das Ehrenamt als eine tragende Säule auch im Bereich der Fernsehunterhaltung. "Die Entwicklung, die der Offene Kanal Trier in den letzten Jahren genommen hat, ist ausgesprochen positiv und beispielhaft." Als Unterstützung für die Arbeit des Senders übergab er eine Spende an den Vorsitzenden des Trägervereins, Otto Scholer. Neuer Wettbewerb 2005 Der erste Preis, dotiert mit 1000 Euro, ging an Peter Friesenhahn (OK Trier) für den Film "Die Mosel, eine Reise von der Quelle bis zur Mündung". Diese Arbeit ist ein liebevolles Flussportrait mit vielen informativen Einblicken in die Städte und das Leben direkt am Wasser. Der Film wird in den nächsten Wochen wiederholt. Mit einem weiteren Sonderpreis wurde der OK Trier ausgezeichnet, um die sehr guten Teamleistungen folgender Beiträge zu honorieren: "Handballspiel der Trierer Miezen", "Spatenprogramm - Das LGS-Magazin" sowie "Die junge Wahlzeit". Manfred Helmes, Direktor der LMK, überreichte zusätzlich drei Geldpreise an die Offenen Kanäle in Trier, Ludwigshafen und Speyer, um die nachhaltige Unterstützung der jeweiligen Trägervereine bei der Produktion der Förderpreisbeiträge zu honorieren. Helmes gab auch das Thema des Wettbewerbes 2005 bekannt: "Arbeit ist das halbe Leben". Jeder Bürger kann zu diesem Thema einen Sendebeitrag produzieren und einreichen. Mehr Infos sind erhältlich in der OK-Geschäftsstelle in der Arena Trier, Telefon: 0651/976-2951.


Der Trierische Volkfreund schrieb am Montag, 18. April 2005:

Preis für Offenen Kanal

TRIER. (lrs) Der Offene Kanal Trier hat beim Tag der Offenen Kanäle am Samstag im Tagungszentrum der Industrie- und Handelskammer Trier den ersten von acht Förderpreisen erhalten. Außerdem wurden die Trierer Amateur-Fernsehmacher mit drei Sonderpreisen ausgezeichnet. Ihr Sender gilt laut Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) als beispelhaft in Rheinland-Pfalz. Insgesamt erhielten acht Preisträger Förderpreise im Gesamtwert von 5000 Euro.

Der Leiter der LMK, Manfred Helmes, forderte zum Tag der Offenen Kanäle eine bessere Einbindung des ehrenamtlichen Bürgerfernsehens in die regionale Bildungsarbeit. Auf die 28 Offenen Kanäle im Land kämen in den nächsten Jahren viele neue Aufgaben zu. "Ziel ist die Bildung von Medienkompetenz-Netzwerken, in denen auch Schulen, Universitäten, Bibliotheken und die Kreisbildstellen zusammenarbeiten", sagte Helmes. Rund 200 ehrenamtliche Fernsehmacher waren in Trier zu Diskussionsrunden zusammen gekommen.


Der Trierische Volkfreund (Dieter Lintz) schrieb am Mittwoch, 9. März 2005:

Wer kein Kabel hat, schaut in die Röhre

TRIER. Der offene Kanal in Trier dreht mächtig auf. Aus der einstigen Abspiel-Station für private Hobby-Filme ist ein Programm-Anbieter geworden, der das ehrgeizige Ziel hat, die lokale und regionale Kommunikation via Bildschirm zu bereichern.

Von unserem Redakteur
DIETER LINTZ


Kaum von den Vollprofis zu unterscheiden: Die Regiezentrale beim Offenen Kanal in der Trierer Arena.
Fröhlich tobt die kleine Jessica über den Bildschirm. Vier Pflegekinder hat die Familie, die in dem professionell gedrehten, geschnittenen und kommentierten Fernsehbeitrag porträtiert wird. Einfühlsam wird das Thema ausgeleuchtet.

Liefe dieser Beitrag irgendwo im "großen Fernsehen", niemand würde sich wundern. Aber hier ist kein Profi-Team am Werk, sondern ein 19-jähriger Praktikant. Und gesendet wird im Offenen Kanal Trier. "Ton, Licht, Bild: alles tipp-topp", lobt Otto Scholer, sichtlich stolz auf seinen jungen Mitarbeiter.

Gegengewicht: Bürgerfunk

Scholer ist der Vorsitzende des Trägervereins, der in Trier das Programm des Offenen Kanals gestaltet. Und er ist viel mehr als das: Er ist Antreiber, Ideenlieferant, Spendensammler - und wahrscheinlich, auch wenn er es nie zugeben würde, so etwas wie OK-Intendant.

Mit solchen Vergleichen aus der realen Medienwelt ist man beim Offenen Kanal vorsichtig. Das hängt mit der Historie dieser Einrichtung zusammen. Mitte der 80er-Jahre, als beim medienpolitischen "Urknall" private Rundfunk- und Fernsehsender entstanden, erfanden Medienpädagogen und -Politiker ein "Gegengewicht": überall sollte es einen Bürgerfunk geben, um Otto Normalerverbraucher die Chance zu eröffnen, vor Ort ein eigenes Programm zu gestalten. Das Geld für Studios und Technik wurde aus den Fernsehgebühren der GEZ abgezweigt.

Um keine Konkurrenzsituation zu den "normalen" Medien zu schaffen, wurde ausdrücklich festgelegt, dass es beim OK keine Werbung, kein strukturiertes Programm und keine Zensur geben dürfe. "Was reinkommt, wird gesendet", lautete die Devise. Mit der Konsequenz, dass sich im OK oft skurrile Weltverbesserer, Heimfilmer und Vereinsmeier tummelten, die stundenlang ihre Mitgliederversammlungen ins Bild setzten.

Entsprechend war die Zuschauer-Resonanz. Das hat sich in den vergangenen Jahren in Trier dramatisch geändert. Otto Scholer und der von der zuständigen Landesanstalt LPR als professioneller Betreuer für die Offenen Kanäle der Region eingestellte Christian Köllmer haben eine engagierte Truppe aufgebaut, die sich um ein attraktives Programm kümmert. Zivildienstleistende, ein Azubi, Praktikanten - oft Studenten aus der Medienwisenschaft - und Ehrenamtler sorgen für Präsenz fast rund um die Uhr, nicht zuletzt dank kreativem Computer-Einsatz.

Regelmäßige Sport-übertragungen aus der Arena, Fan-Magazine, Aufzeichnungen von Veranstaltungen in der Stadt, lokale Kultur, Talk im Studio: Das Angebot ist vielfältig. Aber natürlich kann nach wie vor jeder Bürger zur Geschäftsstelle in der Arena pilgern, sich das Equipment ausleihen und seinen ganz persönlichen Film zu jedem beliebigen Thema drehen.

Doch die Zeit der "Freaks", hat Christian Köllmer beobachtet, ist vorbei. Wer heute sendet, versucht freiwillig, sich an bestimmte Qualitätsstandards zu halten - auch, was die früher ausufernde Beitragslänge angeht. Seit wenigen Tagen hat man ein neues Programmschema entwickelt. Am Wochenende werden von 17 bis 23 Uhr neu produzierte Beiträge gesendet. Die besten davon gehen in eine "Programmrotation", die täglich von 7 Uhr bis 1 Uhr läuft und die jeweilige Sendung per Zufallsgenerator aussucht. Auf zwei Stunden Beiträge folgt eine Stunde Info-Text, unter anderem mit aktuellen Meldungen aus dem Trierischen Volksfreund.

Zuschauer in Trier, Konz, Saarburg, Schweich oder Trier-Land haben so eine größere Chance, sich zu irgendeinem Zeitpunkt des Tages beim OK "einzuklinken". Allerdings nur dann, wenn sie zu jenen 40 000 Haushalten gehören, die über Kabel versorgt werden. Satelliten- und Antennenbesitzer schauen in diesem Fall - in die Röhre.


Der Trierische Volkfreund schrieb am Freitag, 18. Februar 2005:

Länger fernsehen

TRIER. (red) Das Bürgerfernsehen Offener Kanal Trier (OK) strahlt seit einigen Tagen ein wesentlich erweitertes Fernsehprogramm aus. Täglich von 7 bis um 1 Uhr können die Zuschauer nun eine breite Auswahl von OK-Sendungen mit lokalen Inhalten sehen.

Das neue Programm wird von montags bis freitags täglich 13 Stunden und am Wochenende 14 Stunden lang pro Tag ausgestrahlt. Die Besonderheit ist, dass die Sendetechnik automatisch alle zwei Stunden eine neue Programmabfolge zusammenstellt. Daher werden dieselben Sendungen nicht einfach in unveränderter Reihenfolge wiederholt, vielmehr wird alle zwei Stunden ein neu zusammengestelltes Programm ausgestrahlt.

Auf diese Weise werden je nach Länge der Sendungen täglich etwa 30 bis 40 Fernsehbeiträge wiederholt. Die in der täglichen Ausstrahlung aufgenommenen OK-Sendungen sind eine Auswahl aus bekannten OK-Produktionen aus dem normalen Programm, wie beispielsweise die Aufzeichnungen der Spiele der TBB Trier und der Trierer Miezen, sowie Beiträge zu lokalen Ereignissen oder kulturellen Themen aus dem Sendegebiet. Dieses Programmangebot wird in wenigen Wochen ab 1 Uhr um täglich drei Stunden "Video on Demand" erweitert. Zuschauer können dann per Telefon bestimmte Sendungen auswählen, die die Sendetechnik vollautomatisch auf dem Kabelkanal ausstrahlt.

Kurznachrichten vom Volksfreund

Zwischen den Sendeblöcken sendet das Bürgerfernsehen den stündlich vollautomatisch aktualisierten "Trier Infotext". Darin enthalten sind das OK-Fernsehprogramm sowie ein Veranstaltungskalender vom Kooperationspartner Hunderttausend.de, die Wettervorhersage, das Kino- und Theaterprogramm, sowie tagesaktuelle, redaktionelle Kurznachrichten vom Trierischen Volksfreund.

Der Offene Kanal Trier ist in rund 40 000 Haushalten im Kabelnetz in der Stadt Trier und in Teilen des Landkreises Trier-Saarburg zu empfangen. Mehr Informationen unter www.oktrier.de.


Der Trierische Volkfreund schrieb am Mittwoch, 24. März 2004:

Amateurfilmer spitze

Filme mit lokalen Themen ausgezeichnet

TRIER/WITTLICH. (red) Die Landeszentrale für private Rundfunkveranstalter (LPR) Rheinland-Pfalz hat Amateurfilmer mit dem "Förderpreis für besonders auszeichnungswürdige Beiträge in rheinland-pfälzischen Offenen Kanälen 2003" in Ludwigshafen geehrt. Der Offene Kanal (OK) Trier stellte vier von sieben Preisträgern, Wittlich einen. Ausgezeichnet wurden Filme mit lokalen Themen ausder Region.

Manfred Helmes, Direktor der LPR, vergab vier Preise für die Offenen Kanäle Trier, Wittlich, Ludwigshafen und Neuwied, aus deren Mitte auch die Preisträger stammen. Mit der Rekordzahl von 86 Beiträgen haben sich Produzenten und Produzententeams aus ganz Rheinland-Pfalz am Förderpreis "Begegnungen - Portraits - Profile" beteiligt. Die sechsköpfige Jury wählte aus diesen Einsendungen sieben Beiträge aus; drei Beiträge erhielten einen Sonderpreis zum Thema "Videoarbeit mit und für behinderte Menschen". Die Auswahlkriterien bezogen sich auf den Zugang zum Wettbewerbsthema, den Blickwinkel, die Idee und Umsetzung sowie die Kreativität.

Für den Trägerverein Offener Kanal Trier war die Preisverleihung besonders erfolgreich. Vier der insgesamt sieben Preisträger kommen aus dem Offenen Kanal Trier. "Die Auszeichnung mit gleich vier Förderpreisen ist die Bestätigung, dass das Qualitätsniveau unserer Sendungen erheblich gestiegen ist", erklärte Otto Scholer, Vorsitzender des Offenen Kanals Trier nach der Preisverleihung. "Mit unserer Arbeit und dem Ziel,in Trier als Bestandteil der lokalen Kommunikation wahrgenommen zu werden, sind wir auf dem richtigen Weg", ergänzte Scholer. Einer von zwei ersten Preisen ging an Joel Hess vom Offenen Kanal Trier mit dem Beitrag "Ab ins Heim". Dieser sensible Film porträtiert einen jungen Mann, der im Jugendhilfezentrum Helenenberg bei Trier lebt. Mit dem zweiten Preis ausgezeichnet wurde Achim Wendel vom Offenen Kanal Wittlich mit "Sprechanlage". Dieser bemerkenswerte Kurzfilm zeigt den Versuch eines Vaters und seiner Tochter, aufeinander zuzugehen.

Sonderpreis für Projekt mit Behinderten

Den dritten Preis sicherte sich Peter Friesenhahn vom Offenen Kanal Trier: "Die Imbissecke" berichtet über die Schwierigkeiten der Pächter mit den überschwemmungen der Mosel und den manchmal wenig nachvollziehbaren Vorgaben der Behörden.

Mit Sonderpreisen bedacht wurden "Videoproduktionen für und mit behinderte(n) Menschen": Max Hohnen vom Offenen Kanal Trier mit dem Beitrag "Lebenshilfe- Werkstatt Trier - das sind wir..." sowie Thomas Staiger und Schüler der Wilhelm-Hubert-Cüppers-Schule mit dem im Offenen Kanal Trier ausgestrahlten Beitrag "Portrait: Gehörlos sein".


Der Trierische Volkfreund (Ulrike Dixius) schrieb am Dienstag, 24. Juni 2003:

Neue Räume und mehr Sendezeit

Der Offene Kanal Trier ist in die Arena gezogen

TRIER. Neben dem Sport beherbergt die Arena nun noch einen weiteren wichtigen Bestandteil des öffentlichen Lebens in Trier: Der Offene Kanal (OK) Trier hat seine neuen Räume bezogen. Noch 3...2...1...und schon beginnt die erste Livesendung aus dem neuen Studio.

Diese Sendung ist für den Offenen Kanal eine besondere: Die Einweihungsfeier wird live in 40 000 Haushalte übertragen. Der Inhalt zeigt, was das Programm des Senders ausmacht. "Wir sind ein Bürgerfernsehen", erklärt Otto Scholer, Vorsitzender des Trägervereins OK, zu Beginn. Zwischen Interviews mit Oberbürgermeister Helmut Schröer und Landrat Richard Gross sowie musikalischen Einlagen der Band "Jazz Taxi" verdeutlichen Einspieler, wie wichtig die Bürgernähe für den Sender ist.

Mitarbeiter des OK befragen Menschen in der Innenstadt nach ihrer Meinung zur neuen Halle, eine Reporterin ist nach prominenten Stimmen auf der offiziellen Einweihungsfeier der Arena auf der Suche. "Die Kooperation mit der Arena funktioniert", sind sich Scholer und Wolfgang Esser, Geschäftsführer der Castel GmbH, einig. "Wir sind froh, nun noch näher an den Zuschauern sein zu können. Wir haben das Glück, drei Locations im Gebäude zu haben. Gastronomie, die Halle und unsere Räume. So können wir jederzeit live auf die Videoleinwände in der Halle oder über Kabel in die Trierer Haushalte berichten", freut sich Scholer. Bernhard Kaster brachte die Vorteile auf den Punkt: "Der Offene Kanal ist in der lokalen Medienlandschaft ein wichtiger Faktor. Dies hier gibt dem ganzen einen neuen Schub."

Oberbürgermeister Schröer überreichte Scholer zur Einweihung ein Gemälde von Trier und war sich sicher, dass es etwas Vergleichbares im Südwesten nicht noch einmal gibt. "Der Wettbewerb um Menschen wird immer wichtiger. Von dieser Halle mit ihren Einrichtungen werden alle profitieren", meint Schröer.

Dank der Unterstützung der Stadt, der Betreibergesellschaft Castel GmbH und der Landeszentrale für private Rundfunkveranstalter (LPR) kann der OK den interessierten Hobby-Redakteuren nun ein besseres Umfeld bieten, um "Fernsehen zu machen". Kameras, Schneideräume und die Hilfe von Mitarbeitern des Offenen Kanals stehen jedem zur Verfügung. Die Sendezeit wurde von 30 Stunden auf 60 Stunden erhöht. Das heißt acht Stunden Fernsehen am Tag. Auch die Räumlichkeiten sind größer. Daraus zieht Landrat Richard Gross seine ganz eigene Schlussfolgerung: "Vorher waren es 15 Quadratmeter, nun sind es 100. Daher wird nun das Programm auch sechs Mal so gut sein wie zuvor." Die erste Neuerung kann sich bald jeder im Offenen Kanal anschauen. "Wir erweitern unser Programm durch ein Doku-Fernsehen. Damit können Vereine oder Firmen Vorträge und Podiumsdiskussionen ins Fernsehen bringen", erläutert Scholer das neue Programmschema.


Der Trierische Volkfreund schrieb am Dienstag, 01. April 2003:

Fernsehen auf höchstem Niveau

Trier. (red) Preisgekröntes Fernsehvergnügen bietet in Trier der Offene Kanal. Die Landeszentrale für private Rundfunkveranstalter (LPR) Rheinland-Pfalz zeichnete am Samstag vier Preisträger beim Förderpreis für Offene Kanäle aus. In der Kategorie "Politik im Offenen Kanal" erhielt neben dem Offenen Kanal Speyer auch der Offene Kanal Trier einen Preis. Der mit 700 Euro dotierte Förderpreis ging an Martin Schmitt und sein Produktionsteam für den Beitrag "Typisch Trier! Der Porta-Nigra-Talk". Die Mischung aus fundierter Vorbereitung und lebendiger Fragekunst mache die lokale Talksendung mit jeweils zwei Gästen zu einem regionalen Fernsehtipp, hieß es in der Begründung der LPR. LPR-Direktor Manfred Helmes vergab darüber hinaus drei Preise für die Offenen Kanäle Speyer, Trier und Ludwigshafen, aus deren Mitte auch die Preisträger stammen. Diese Preise sollen die Unterstützung der beteiligten OK-Trägervereine honorieren, die sie bei der Produktion der OK-Förderpreisbeiträge leisteten.


Der Trierische Volkfreund (Hans Michael Engelke) schrieb am Mittwoch, 22. Januar 2003:

Trierer Karneval vor der Kamera

Pinnwand Fernsehen e. V. sendet seine zwölfte Karnevalssendung ­ Prinzen, Prinzessinnen und auch eine "Sexbombe"

TRIER. Es war mal wieder soweit: Zum zwölften Mal hat die närrische Pinnwand live aus dem Studio des Offenen Kanals ihre Karnevalssendung präsentiert.

Der Startschuss fällt mit dem Einmarsch der Stadtgarde, der Leitung der Arbeitsgemeinschaft Trierer Karneval und natürlich dem Trierer Prinzenpaar Seine Tollität Christoph I. und Ihre Lieblichkeit Carmen I. Werner Hubert, Moderator der fast dreistündigen Live-Sendung, plaudert mit den Gästen. Der Prinzessin entlockt er dabei, anspielend auf ihren Titel als Schönheitskönigin, das Geständnis: "Schönheitskönigin vergeht, aber Prinzessin bleibt ein Leben lang im Herzen." So geht sie los, die Karnevalssendung des Vereins Pinnwand im Offenen Kanal.

Pinnwand-Fernsehen Trier e.V. ist ein eingetragener Verein mit dem Ziel, Privatpersonen, Firmen und Institutionen im Offenen Kanal Trier eine Plattform im Fernsehen zu bieten. Das Bürgerfernsehen Offener Kanal Trier ist seit 1989 auf Sendung. Rund 40 000 Haushalte rund um Trier empfangen den Sender.

Rasantes Programm

Die Trierer Bürger sollen wissen, was in der Fünften Jahreszeit rund um Trier los ist. In der Pinnwand Karnevalssendung stellen sich die Vereine der Arbeitsgemeinschaft Trierer Karneval vor. "Wir sind stolz auf die große Resonanz der Sendung und danken den vielen Helfern, die sich freiwillig angeboten haben", meint Frank Weiersbach, Erster Vorsitzender des Pinnwand Fernsehen e. V.

Rasant und ohne Pause geht es im Programm mit dem Auftritt der KG Trier-Süd weiter. Musikalisch unterstützen sie die Bachmeloniker. "Wir ziehen einen Korken raus", intonieren die Sänger stimmungsvoll.

Zugleiter Udo Ringel und Bürgermeister Georg Bernarding sind die nächsten Gäste. Ringel stellt Einzelheiten des Zuges vor und verspricht eine große Rosenmontagsfete. "Ich hoffe auch dieses Jahr wieder auf viele bunte Gruppen."

Bürgermeister Bernarding fällt die Übergabe des Rathauses an die Narren auch dieses Jahr nicht schwer. Besonders das Herausrücken der Stadtkasse sei kein Problem. "Wir hatten noch nie Geld, wir werden auch nie welches haben", meint Bernarding augenzwinkernd und verweist auf die Geschichte des Rathauses. Einst Armenhaus, dann Irrenhaus, jetzt Rathaus, viel habe sich da ja nicht geändert.

Nach dem Mehringer Karnevalsverein, dem KC Grün-Weiß Euren und dem Auftritt des Tanzmariechen Sabrina Metzen kommt der Sitzungspräsident der Roten Funken, Franz Wanninger, zu Wort. "Wo steht der Karneval in Trier?", lautet die Frage. Der Karneval habe schon zu kämpfen, gibt Wanninger zu bedenken. Das ganze Jahr liefen im Fernsehen Shows und bunte Programme, da müsse man sich in der närrischen Zeit schon etwas einfallen lassen.

Das närrische Treiben in Irsch stellen die Irscher Burgnarren vor. Es folgt die KG Onner Ons. Die KG bringt ihr Tanzmariechen Jennifer Heilig mit, die, gerade Kreismeisterin geworden, dem Publikum im Studio eine Probe ihres Könnens gibt. Ordentlichen Beifall gibt es auch für das Rockmedley der Showtanzgruppe des Arenrather Karnevalsverein "Drunner und driewer".

Das Ehranger Prinzenpaar Michel I. und Simone I. vertritt dieses Jahr die KG Rot-Weiß Ehrang. Im jährlichen Wechsel mit Blau-Weiß Ehrang dominieren dieses Jahr rot und weiß. Ein Erfolg soll dieses Jahr wieder der Ehranger Rosenmontagszug werden. 80 bis 100 Gruppen haben sich angekündigt.

"Sexbomb" ­ mit diesem Titel begeistert das Männerballet der Trierer Baknaufen das Publikum. Die Muskelpakete der spärlich bekleideten Mannsbilder stellen sich im Nachhinein als Attrappen heraus, was den Applaus aber nicht beeinträchtigt.

Der KCR Konz-Roscheid, in Konz zuständig für den Straßen-Karneval, steht mit einer eigenen Jugendprinzessin vor der Kamera. Für Nicole I. erfüllt sich damit der eigene Kindheitstraum, einmal Prinzessin zu sein. Vor dem großen Finale präsentiert sich noch der KV Waldrach 1975 dem Publikum. Sebastian I. und Sandra I. vom Teestübchen stellen ihre Pläne für die närrische Zeit vor und geben Einblick in die Vereinsgeschichte. Der Erste Vorsitzende Richard Schaaf erklärt die Vereinsstruktur: "Der Präsident redet sehr viel, der Erste Vorsitzende hat das Sagen." Nach dem Abschalten der Kameras lassen Fastnachtsgecken und Zuschauer im Balkensaal des Exzellenshauses noch die gebührende Party steigen.

Die Sendung wird am Sonntag, 26. Januar, ab 19 Uhr wiederholt. Pinnwand Fernsehen wird in der kommenden Zeit über weitere Karnevalsveranstaltungen berichten.


Der Trierische Volkfreund schrieb am Donnerstag, 9. Mai 2002:

Neues Konzept im Offenen Kanal

TRIER. Ein neues Konzept haben die Reporter von radio.aktiv 24 des Offenen Kanals Trier entwickelt. Die Sendung wird aus drei Teilen bestehen: der Trier-Tour, dem Talk und dem Chill Out. Die Sendung ist am Freitag, 10. Mai von 18 Uhr und am Samstag, 11. Mai von 18 Uhr bis 3 Uhr zu sehen. In der Trier-Tour wird ein Aktionsmacher am Freitag ab 18 Uhr in die Stadt geschickt. Dort muss er innerhalb von zwei Stunden bestimmte Aufgaben erfüllen, die er erst vorher erfahren wird. Im Musik-Talk werden am Samstag Abend die Bands "Fun Message" und "Gimme 5" mit Ausschnitten aus ihren Konzerten vorgestellt. In der Chill-out-Zone wird ab Mitternacht "Stimmung zum Träumen" geschaffen. Die Zuschauer können ihre Grüße per SMS oder per E-Mail an alle Trierer richten.


Der Trierische Volkfreund schrieb am Montag, 8. April 2002:

Mehr Angebot, mehr Bürgernähe

Offener Kanal zieht in Großraumhalle - Seminare für künftige Fernsehmacher

TRIER. (red) Das Trierer Bürgerfernsehen Offener Kanal (OK) verändert sich: Künftig gibt es mehr Sendungen, versprechen die Fernsehmacher. Möglich macht das ein neuer Vorstand, der mehr Bürgernähe sucht.

Ein wesentlicher Schritt in der Entwicklung des OK in Trier ist die Planung neuer Studioräume in der im Bau befindlichen Großraumhalle. Damit erhält der Offene Kanal durch die Unterstützung der Stadt Trier und der Betreibergesellschaft im nächsten Jahr mit der Fertigstellung der Halle praxisgerechte Räume.

Das eröffnet neue Möglichkeiten, sagt der Vorstand: Veranstaltungen in der Halle können beispielsweise live übertragen werden. Doch es gibt nicht nur räumliche Veränderungen: Gleichzeitig erneuert die Landeszentrale für private Rundfunkveranstalter als zuständige Landesbehörde für die Offenen Kanäle auch die Technik des Trierer Senders grundlegend und bringt sie auf digitalen Standard.

Ein geplanter Server-Betrieb in der Sendeabwicklung ermöglicht es dann auch, dass der OK nicht mehr nur an einzelnen Sendetagen, sondern im nächsten Jahr ein tägliches Programm ausstrahlt, allerdings zunächst mit Wiederholungen.

Bei der Mitgliederversammlung des Trägervereins wurde ein neuer Vorstand gewählt. Neuer Vorsitzender ist Otto Scholer (Mertesdorf). Sein Stellvertreter ist Max Hohnen. Weitere Vorstandsmitglieder sind Ulrich Peters, Martin Schmitt, Frank Weiersbach und Nicole Wollscheid. Geschäftsführerin des Trägervereins ist Iris Breiling (alle Trier).

"Der neue Vorstand will den Offenen Kanal in Trier zu einer stärkeren Akzeptanz und Nutzung durch die Bürger führen", erklärt Vorsitzender Otto Scholer die Ziele des Vereins.

Fachhochschule entwickelt Info-Text

"Neben der räumlichen Verbesserung trägt auch der neue Trierer Info-Text in Zukunft dazu bei", sagt Scholer. Der 24-Stunden-Rolltext auf dem Sendekanal wird eingestellt. Er wird ab Juli durch den neuen Info-Text ersetzt.

Mit einem neuen und attraktiven Layout wird ein übersichtlicher Veranstaltungskalender täglich aktualisiert mit den wichtigsten Ereignissen im Sendegebiet dem Zuschauer präsentiert.

Neu ist auch, dass Musik lokaler Künstler die Ausstrahlung untermalt. Bei der Gestaltung kooperiert der OK mit der Fachhochschule Trier, Fachbereich Kommunikationsdesign. Professor Andreas Hogan (FH Trier) betreut das Projekt "Trierer Info Text".

Ulrich Peters, zuständig für die technische Umsetzung, zu der Besonderheit des Info Textes: "Per Telefonleitung werden die Veranstaltungstermine, das Wetter oder das Kinoprogramm von Kooperationspartnern wie der Wetterstation Hetzerath oder von dem Internet-Anbieter 'hunderttausend.de' durch den Computer des Offenen Kanals in der Sendetechnik automatisch aktualisiert und auf Sendung gehen."

Ein weiterer Schritt ist die Ausweitung der Sendezeit. Außer dienstags und sonntags strahlt der OK auch samstags aus.

Die unterschiedliche Qualität der Sendebeiträge sei ein Problem von jedem der 28 Offenen Kanäle in Rheinland-Pfalz: "Dies hängt mit der gesetzlich geregelten Zugangsfreiheit des Mediums zusammen. Das ist wichtig, denn jeder Bürger hat im OK das Recht, seine eigene Sendung zu produzieren", erklärte Vorsitzender Otto Scholer. Deshalb nutzt der Offene Kanal in Trier die Angebote des rheinland-pfälzischen Bildungszentrums Bürger-Medien und bietet viele kostenlose Seminare für Bürger zu Themen rund ums Fernseh machen an.

Informationen im Internet unter www.oktrier.de oder unter Telefon 0651/9762951. Samstags ab 14 Uhr können interessierte Bürger das Studio besuchen.


Der Trierische Volkfreund schrieb am Donnerstag, 8. November 2001:

Trier einmal ganz anders sehen

Soap mit Lokalkolorit: Offener Kanal zeigt "Trevaris Passaasch"

TRIER. (red) "Trevaris Passaasch" lautet der Titel einer Trierer Soap. Der zweite Teil ist abgedreht und im Bürgerfernsehen Offener Kanal im Kabelnetz Trier zu sehen.

In "Trevaris Passaasch" hat sich ein berüchtigtes Fernseh-Produzenten-Team in der Passage niedergelassen, das mit den Bewohnern ein intrigantes Spiel treibt. Aber auch die Bewohner hüten ein seltsames Geheimnis.

Fünf junge Filmemacher aus Trier waren an der knapp acht Monate dauernden Produktion beteiligt. 15 Amateurschauspieler und etwa 20 Statisten wirkten mit. Gedreht wurde in Trier unter anderem auf dem Domfreihof, in der Treviris Passage und in Wohngemeinschaften.

Die Trierer Soap soll die Daily Soaps kritisch reflektieren. So hat die Story eine Komplexität, die Zuschauer aus Spielfilmen kennen. Wer Trier einmal ganz anders erleben möchte, kann die Soap zu folgenden Sendeterminen im Offenen Kanal Trier sehen: Sonntag, 11. November, Dienstag, 13. November, und Sonntag, 25. November (jeweils um 20.15 Uhr).

Weitere Informationen im Internet unter www.oktrier.de sowie unter der Mailadresse motionmind@web.de


Der Trierische Volkfreund schrieb am Dienstag, 18. September 2001:

Talk mit echten Moselanern

"Originale" Paul Linz und Helmut Leiendecker Gäste bei "Typisch Trier!"

TRIER. Seit Juni kommen in der Sendung "Typisch Trier! Der Porta-Nigra-Talk" im Offenen Kanal Trier lokale Persönlichkeiten zu Wort.

Das Konzept der Sendung stammt vom "Ruwertal-Magazin"-Team, das seit 1989 Sendungen im Offenen Kanal Trier produziert. Jeweils zwei Persönlichkeiten aus Trier oder der Region werden monatlich zu einem Gespräch eingeladen. "Ziel der Sendung ist es, diese Personen ein bisschen besser kennen zu lernen. Sie sollen aus ihrem Leben und von ihrem Wirken erzählen", erklärt Otto Scholer, Mitglied des sechsköpfigen Produktionsteams.

Dabei müsse es sich nicht unbedingt um prominente Persönlichkeiten handeln, sondern es könnten auch Bürger mit einer interessanten Geschichte oder besonderen Verdiensten im Mittelpunkt stehen. In der Pilotsendung, die im Juni ausgestrahlt wurde, sprach Moderator Martin Schmitt von Hit-Radio RPR mit dem parlamentarischen Staatssekretär a. D. Karl Haehser und dem Trierer Unternehmer Sven Herzog, Gründer der Herzog-Telecom AG und Chef von Radio 22. "Die Resonanz auf die letzte Sendung ist durchweg positiv gewesen", sagt Scholer.

Sehr zufrieden ist das Team auch mit der Talk-Runde mit den beiden waschechten Trierern, Eintracht-Trainer Paul Linz und Mundart-Künstler Helmut Leiendecker. Die Sendung wurde am vergangenen Samstag aufgezeichnet. Im angeregten Gespräch unterhielt sich Schmitt fast sechzig Minuten mit seinen Gästen über ihre persönlichen Geschichten, Wünsche und Einschätzungen und über das, was Linz und Leiendecker zu typischen Trierern macht.

Paul Linz machte deutlich, dass es für ihn eine Herzenssache ist, in seiner Heimatstadt zu trainieren: "Es wäre für mich das Größte, mit der Eintracht aufzusteigen." Er zeigte sich jedoch auch besorgt um den sportlichen Nachwuchs und ließ letztlich die Frage offen, ob er der Stadt die Treue halten wird. Dies hinge auf längere Sicht vom Erfolg des Fußballteams ab.

Leiendecker versprüht Lebensfreude

Helmut Leiendecker versprühte in der Talkrunde die gewohnte Lebensfreude und gab der Sendung mit seiner Mundart die richtige Würze. "Das Trierer Platt hatte früher immer einen asozialen Touch", erinnert sich der Musiker und Laienschauspieler. Das Trierer Original hatte sich 1986 unter dem Einfluss deutschsprachiger Rock- und Popmusik von BAP und anderen Bands dazu entschlossen, etwas gegen diesen Missstand zu unternehmen. Der durchschlagende Erfolg zeigt sich darin, so erzählt Leiendecker in einer kleinen Anekdote, dass sogar schon in Kindergärten die Lieder der "Leiendecker Bloas" einstudiert würden. Doch auch Leiendecker zeigte sich in der Sendung nachdenklich. Der heimatverbundene Künstler bemängelt, dass wenige Trierer auf den Antikenfestspiele anzutreffen seien und regte an, ein Mundartstück in das Programm aufzunehmen. Die Gäste des nächsten "Porta-Nigra-Talk", der derzeit noch nicht an der Porta, sondern in einem selbst gestalteten Studio im Exzellenzhaus aufgezeichnet wird, stehen noch nicht ganz fest. "Wir haben schon eine Zusage von Carina Dostert, der ehemaligen deutschen Weinkönigin", stellt Martin Schmitt in Aussicht.

Die Sendung "Typisch Trier! Der Porta-Nigra-Talk" mit Linz und Leiendecker wird am Dienstag, 18. September und am Dienstag, 25. September, jeweils um 19 Uhr in den Offenen Kanälen Trier, Bitburg und Wittlich ausgestrahlt. Weitere Infos: www.ruwertal-magazin.de


Der Trierische Volkfreund schrieb am Freitag, 6. Juli 2001:

Offener Kanal geht auf Rekordjagd

Guinness-Buch-Rekord-Versuch: radio.aktiv sendet 24-Stunden-Show aus Trier

TRIER. (red) Eine 24-Stunden-Sendung - live und nonstop - planen die Macher von radio.aktiv, der Multimedia Fernsehshow aus Trier. Da es etwas Derartiges noch nicht im deutschen Fernsehen gegeben hat, gilt die Sendung schon jetzt als Guinness-Buch-Rekordversuch.

Der Sendemarathon startet am heutigen Freitag, 6. Juli, 18 Uhr, und dauert bis Samstag, 7. Juli, 18 Uhr an. Zu sehen ist das 24-stündige Fernseh-Event im Bürgerfernsehen Offener Kanal Trier (nur per Kabel zu empfangen).

Das besondere Konzept von radio.aktiv besteht aus einer Mischung von Chartmusik und Videobildern aus Trier, Computeranimationen, dem Veranstaltungsbericht, Talk mit Gästen, der Vorstellung von Internet-Seiten, dem Kino-Tipp und den radio.aktiv-Kulthits. Neu wird ein Partybericht via Telefon und Video-Live-Übertragungstechnik sein, bei dem sich die Partygänger im Fernsehen sehen können. Dazu Uli Peters, Techniker der Sendung: "Wir werden mit einem hohen technischen Aufwand und den für den Offenen Kanal völlig neuen Übertragungstechniken viele Live-Schaltungen innerhalb von Trier ermöglichen."

Das Team wird 24 Stunden im Studio "leben" und ein der Tageszeit angepasstes Programm für die Fernsehzuschauer produzieren. So wird beispielsweise am Freitagabend die Trierer Bluesband "Colours of Blues" und DJ Axel Schweiss als Talkgäste im Studio sein und Ausschnitte aus ihrer Arbeit vorstellen.

Sendung startet heute um 18 Uhr

Weiterhin gibt es abends Stimmungsberichte live vom Zurlaubener Moselfest. Am Samstagmorgen wird sich das Team aus einer Bäckerei melden. Danach wird das Kamerateam in Trier zu einem aktuellen Thema unterwegs sein und mit Live-Schaltungen Fernsehbilder ins Studio liefern. Ab 14 Uhr präsentiert radio.aktiv Wasserspiele live aus dem Freibad Trier-Nord. "Die Premiere des 24-Stunden-Sendeformates ermöglicht uns neue, spannende Programmteile. Die Verquickung von Internet und Fernsehen ist dabei ein großes Thema", meint Michael Heinz, Aufnahmeleiter bei radio.aktiv. Rieke Buning, eine der Moderatorinnen: "Ich bin auf die Menschen gespannt, die uns in der Stadt begegnen werden."

Eines hat sich das Team aber zum Ziel gemacht: Einen Tag lang soll Trier und seine Bürger so präsent im Fernsehen sein wie noch nie zuvor. Weiterhin können die Zuschauer nicht nur über Telefon ihre Grüße an alle Trierer richten, sondern auch per SMS oder E-Mail. Für Michael Heinz ist bereits jetzt sicher: "Das wird ein neues Fernsehfeeling für Trier!"

Kontakt: Telefonnummer 0651/97629-51, Telefax 0651/97629-52.

Informationen gibt es außerdem im Internet unter der Adresse www.oktrier.de/radio.aktiv, per E-Mail: motionmind@web.de oder im Rolltext des Offenen Kanals Trier.


Der Trierische Volkfreund schrieb am Donnerstag, 3. Mai 2001:

Beschallung total, alles multimedial

Drum'n'Bass Party im Ex-Haus: Auch vor dem Fernseher oder via Internet

TRIER-NORD. (al) Rund 350 Leute trafen sich in den Tiefen des Exil-Kellers im Exzellenzhaus, um zu elektronisch gesteuerten Beats eine Party zu feiern, die auch andernorts live zu hören und zu sehen war.

Nämlich im Offenen Kanal (OK) in Bild und Ton, zum Beispiel. Mit zwei Kameras filmten OK-Mitarbeiter die Veranstaltung, die zeitweise ganz im Disco-Nebel zu verschwinden drohte. Aber das konnte die Gäste auch zu später Stunde nicht vom Tanzen zu den knarrenden und krachenden Beats abhalten.

"Drum'n'Bass" - so heißt diese Spielart der elektronischen Musikgestaltung, der sich die Veranstalter von "tempo90" verschrieben haben. Mit ihrem gleichnamigen Netzlabel (es existiert nur im Internet) haben sich die DJs "mo", "myom", "junkie chase" und "leise" für einen ungewöhnlichen Weg entschieden. Außerdem vertreiben sie ihre am Rechner gemixten Stücke kostenlos über das Internet und bieten dem Besucher der Internetseite Möglichkeiten zur Interaktion.

Die Faszination zum Medium machte sich auf der Party jedoch nicht nur durch die Anwesenheit der Fernsehkameras bemerkbar. Auch Projektionen von den Videokünstlern Ditunes wurden auf einer Leinwand gezeigt, passend im Takt der Musik.

Im weltweiten Netz der Netze sorgte ein Trierer Online-Magazin dafür, dass der Drum'n'Bass-Sound der Party auch in Berlin oder sonst wo auf der Welt gehört werden konnte.


Der Trierische Volkfreund schrieb am Montag, 29. Januar 2001:

Beitragsbörse beim Bürgerfernsehen

Sender weitet Programm aus - Angebot im Internet

TRIER. (red) Der Offene Kanal weitet sein Programm zum Jahresbeginn aus und organisiert eine so genannte Beitragsbörse. Dabei werden zwischen den sechs Offenen Kanälen in der Region Trier Sendebeiträge ausgetauscht.

In der Praxis bedeutet dies, dass eine Sendung, die in einem der Offenen Kanäle in Bitburg, Daun, Echtershausen, Idar-Oberstein, Trier oder Wittlich ausgestrahlt wird, auch in den übrigen Offenen Kanälen zu sehen ist. Gerade für Sendungen, deren Inhalt für die gesamte Region von Interesse sein kann, ist dies sinnvoll. Der Produzent eines Beitrages kann viele Zuschauer in der Region Trier im Kabelnetz erreichen. Die Organisation der Beitragsbörse übernehmen die Offenen Kanäle in Kooperation mit dem in Trier ansässigen Regionalbeauftragten der Landeszentrale für private Rundfunkveranstalter.

Die beteiligten Offenen Kanäle erwarten ein deutlich stärkeres Sendeaufkommen und die Zuschauer im Kabelnetz ein Programm mit mehr regionalen Themen, insbesondere mit kulturellem Schwerpunkt.

In der zweiten Stufe werden die örtlich produzierten Sendungen in einer landesweiten Beitragsbörse im Internet vorgestellt und zur Ausstrahlung in allen 27 Offenen Kanälen in Rheinland-Pfalz angeboten.

Der Offene Kanal ist ein lokaler Fernsehsender, der jedem Bürger die Möglichkeit bietet, kostenlos eine eigene Sendung auszustrahlen. Er wird von der Landeszentrale für private Rundfunkveranstalter eingerichtet und betreut. Die Bürger können kostenlos alle technischen Geräte im Studio nutzen. In Trier ist der Offene Kanal unter Telefon 0651/14688-40 (dienstags von 17 bis 19 Uhr und samstags von 14 bis 16 Uhr) zu erreichen. Darüber hinaus können sich Interessenten auch im Internet unter www.oktrier.de informieren.


Der Trierische Volkfreund schrieb am Mittwoch, 24. Januar 2001:

Bilder zur Musik

Großes Sende-Wochenende von Radio.aktiv

TRIER. (red) Das Produktionsteam von "Radio.aktiv", die Late Night-Radioshow im Offenen Kanal startet erstmals mit einem großen Sende-Wochenende vom Freitag, 26. Januar, bis Sonntag, 28. Januar, jeweils von 21 bis 3 Uhr in das neue Jahr.

Zu sehen ist das dreitägige Fernseh-Event im Bürgerfernsehen Offener Kanal Trier, im Kabelnetz Trier der Deutschen Telekom. Das Konzept der Multimedia-Radioshow wurde speziell für diese Sendungen erneuert. Im Programm stehen die Vorstellung von interessanten und witzigen Homepages aus Trier, Berichte von aktuellen Veranstaltungen, Talk mit Gästen, der Kinofilm des Monats, Chartmusik und die Radio.aktiv-Kulthits.

Weiterhin können die Zuschauer nicht nur über Telefon ihre Grüße an alle Zuschauer richten, sondern auch per SMS oder per E-Mail. Außerdem wird der Kurzspielfilm "Die Ruhe" von Jungfilmern aus Trier in einer Fernsehpremiere vorgestellt und es werden Ausschnitte aus einigen anderen Produktionen des Jahres 2000 gezeigt.

Ein besonderes Experiment dieser Sendung wird auch eine Art "Video-DJ" sein. Dabei soll versucht werden, zu der laufenden Musik passende Bilder zu finden und live abzumischen. Mit Nachtaufnahmen aus Trier, dem Studio-Livebild und Computereffekten soll eine eigene, entspannende Bildästhetik entstehen.

Weitere Informationen unter http://www.oktrier.de/radio.aktiv/ und per E-Mail an radio.aktiv@oktrier.de oder im Rolltext des Offenen Kanals.